Datenbank des nutzlosen Wissens jetzt als iPhone-App Die Zahl der E-Mails, die heute ein durchschnittlicher Mitteleuropäer in einer einzigen Woche bekommt, entspricht ungefähr der Anzahl sämtlicher Briefe die ein durchschnittlicher Mitteleuropäer vor 200 Jahren im Lauf seines gesamten Lebens bekommen hat.
Kommentar von Franz Kozlik:
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die Frage ist aber, wie schaut es in 200 Jahren als nächstes aus?
Kommentar von Jürgen Baumann:
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Soviele Briefe haben die vor 200 Jahren bekommen? Ich bekomme ständig E-Mails, wenn jemand meinen Kommentar oder meinen Post bei Facebook kommentiert hat.
Kommentar von Benjamin Horky:
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Dann musst das deaktivieren dann nervt zumindest Facebook nicht.
Kommentar von Florian Raetzer:
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Und wieviele sind das?
Kommentar von David Acker:
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würde mich auch interessieren^^
Kommentar der Redaktion:
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Also ich noch bei einem größeren Unternehmen angestellt war (mittlerweile bin ich selbstständig) habe ich an meinem Arbeitsplatz etwa 80 E-Mails pro Tag bekommen (10 pro Arbeitsstunde; alle 6 Minuten eine neue Mail), dazu etwa täglich 2 bis 5 die ich privat bekommen habe. In einer Woche also über 400 E-Mails. (Spam an die private Adresse habe ich da nicht mitgezählt; Spam an die Firmenadrese kam nicht vor)
Kommentar von Florian Raetzer:
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Danke :)
Kommentar von Väsbuk Zuggs II:
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Das waren noch glückliche Zeiten :) Zumindest brief/mailmäßig.
Kommentar von Rebernik Peter:
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Seit Anfang des Jahres zähle ich die Emails, die ICH aussende, privat oder geschäftlich. Das sind (ohne Facebook und Twitter) jetzt genau 363 Stück, also pro Tag (inkl. Wochenende) sende ich ca. 18 Emails aus - und manche davon an viele Adressaten. Und wahrscheinlich erhalte ich ein Vielfaches davon. ABER: Ohne diese Emails könnte unsere internationale Community (science festivals, EU Projekte) gar nicht existieren. Ich finde das SEHR GUT und INTERESSANT.
Kommentar von Hermann Trimmel:
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ich glauzbe das nicht - vor 200 Jahren, also 1812, wieviele Briefe sind da geschireben worden? Ein durchschnittlicher Mitteleuropäsr hst ksum je einen Brief geschrieben, es gab ja auch kaum einen Podtverkehr damals und Behördenbriefe gab es auch kaum denke ich (es gab jau auch noch keine Schreibmaschine).
Kommentar der Redaktion:
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@Hermann Trimmel: Drei Dinge: 1) Die erste Erwähnung einer Schreibmaschine stammt aus dem Jahr 1682. Das erste Patent dafür wurde 1714 erteilt. 1812 gab es also bereits Schreibmaschinen. Aber du hast recht, die ersten, die zuverlässig funktionierten und die man kaufen konnte, gab es erst nach 1850. Um 1812 wurden daher noch alle Briefe mit der Hand geschrieben. 2) 1812 war nicht das Mittelalter! Es herrschte in ganz europa allgemeine Schulpflicht, das heißt, dass der durchschnittliche Bürger sowohl lesen als auch schreiben konnte. Es gab Postämter, Postboten und Briefmarken. Das Königreich Westphalen führte beispielsweise im Jahr 1810 Regeln ein, wonach das Porto nach dem Gewicht des Briefes und nach der Entfernung zum Zielort berechnet wurden. Behörden versendeten immer schon Briefe. Wenn ein Amt einem Bürger etwas mitzuteilen hatte, war ein Brief die einzige Möglichkeit das zu tun (Telefon gab es noch nicht). Die Mehrheit der Beamten war daher zu damaligen Zeit als Schreiber beschäftigt, um von Hand vorgedruckte Formulare auszufüllen die dann den Bürgern zugestellt wurden. Durch die Erfindung der Hektographie in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts vereinfachte sich diese Arbeit erheblich. 3) Mein Beispiel mit über 400 Mails pro Woche lag vermutlich über dem Durchschnitt. Seit ich nicht mehr im Support arbeite, hat sich die Flut von E-Mails von vormals 80 pro Tag auf weniger als 10 reduziert. Ich vermute daher, dass ein durchschnittlicher Mensch heute ca. 100 Mails pro Woche bekommt, was 100 Briefen im ganzen Leben (also ca. 2 pro Jahr) entspricht.
p.S.: Als ich 18 Jahre alt war (im Jahr 1983), gab es noch kein frei verfügbares Internet und daher auch kein E-Mail. Ich habe damals von meiner damaligen Freundin innerhalb eines Jahres mehr als 30 Liebesbriefe bekommen, und ich habe ihr auch ungefähr gleich viele geschrieben (selbstverständlich von Hand!) Ich gehe daher davon aus, dass sich auch andere Menschen, obwohl sie sich (fast) täglich sahen, gelegentlich Briefe schrieben, so wie ich tat. Und da das Schreiben und Versenden von handgeschriebenen Briefen im Jahr 1812 gleich einfach war wie im Jahr 1983, glaube ich, dass damals ein durchschnittlicher Mensch im Laufe seines gesamten Lebens sehr wohl mehr als 100 Briefe bekommen hat.